Es herrscht kein Mangel in unserem Land. Alles zum Leben ist vorhanden, vieles davon im Überfluss. Die Herausforderung besteht in der Verteilung: Ressourcen dort hinzubringen, wo sie wirklich gebraucht werden. Verbindungen knüpfen. Netzwerke aufbauen. Strukturen schaffen, in denen der Geber die Gewissheit gewinnt, dass die Arbeit und die Güter aus seiner Hand dort ankommen, wo sie Sinn entfalten, etwas bewegen können. Eine Logistik, die vom Herzen angetrieben und gleichwohl von der Vernunft gesteuert wird.
Nach dem Prinzip des Gebens und Nehmens, bei dem niemandem ein Verlust, wohl aber vielen ein Gewinn entsteht, wurde auch dieser Geschäftsbericht entwickelt. Sieben Fotografen, die in ihrem Arbeitsalltag unter anderem Bildstrecken für Werbebroschüren kreieren, haben jeweils einen Besucher und einen Mitarbeiter der Tafel in ihrer Stadt portraitiert. Die 18 verschiedenen Seitenlayouts wurden zwischen 2007 und 2009 für Geschäftsberichte und Broschüren großer deutscher Unternehmen entwickelt und von den Gestaltern lediglich für die Tafel adaptiert. Und auch die Ideen und Vorlagen für die Grafiken, in denen Zahlen und Fakten präsentiert werden, stammen ursprünglich aus anderen Unternehmenspublikationen.
Das Erstaunliche: Niemand wurde dadurch ärmer. Niemandem kam etwas abhanden. Im Gegenteil, jeder Beteiligte hat davon profitiert. Perspektiven gewechselt. Neue Erfahrungen gesammelt. Sein persönliches Netzwerk ausgebaut. Und die Gewissheit mitgenommen, dass sich Soll und Haben in diesem Prozess nicht einfach nur gegenseitig ausgeglichen haben, sondern dass unterm Strich beide Seiten ein wenig reicher wurden.
Wir freuen uns auch besonders über den guten Geschmack der New Yorker Geschäftberichte-Jury des diesjährigen ARC Wettbewerbs für herausragende Geschäftsberichte, die uns hierfür mit einem „Honors“ Award gekürt hat.